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Gedanken
  

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Jenseits von allen Vorstellungen
Jenseits von dem,
was richtig und falsch ist
gibt es einen Ort.
Treffen wir uns dort.
Rumi

Verstehen eines Kunstwerks
geschieht nicht über den Intellekt.
Verstehen ist ein ganzheitlicher Akt
bewusster Wahrnehmung.
Bewusste Wahrnehmung ist ein kreativer Prozess,
ein Zusammenspiel aus Empfindung, Gefühl, Reflexion und Interpretation.
Verstehen ist Erkenntnis.
Nana Nauwald

Wirkliches Verstehen eines Kunstwerks
geht nicht allein über den Intellekt.
Verstehen ist ein ganzheitlicher Akt
der willentlichen Wahrnehmung,
der Sinne und Gefühle einbezieht.
Nana Nauwald

Wenn bewusste Wahrnehmung eines Kunstwerks
ein kommunikativer Vorgang ist,
der auf Resonanz beruht
und im Betrachter einen Eindruck hinterlässt,
welchen Eindruck hinterlässt dann der Betrachter im Kunstwerk?
Nana Nauwald

Geist ist Schwingung
Schwingung ist Klang
Klang ist Farbe
Farbe ist Klang
So sind meine Bilder Gesänge, mit denen ich mich in Ein-Klang
mit dem Viel-Klang des Universums bringe.
Auch die Wahrnehmung eines Bildes kann in diesen Ein-Klang führen.
Nana Nauwald

Lehrmeister meiner Malerei sind die Vögel.
So wie ihr Gesang mein Gehirn harmonisiert
und mich vom Denken befreit durch Empfindung von Freude,
so ist ihr Flug für mich der freie Flug des Geistes
und Ausdruck der Hingabe an die Bewegung des Lebens-Windes.
So wie der Blick des Vogels die Weite erfasst
und das winzige Einzelne zugleich -
so spüre ich in meinen Bildern
der wundersamen Intelligenz des Lebens nach,
dem Samenkorn im Wind.
Nana Nauwald 2009

- Gedanken zu meiner künstlerischen Arbeit -

Es ist die Materie Schwarz, die mich in meinem künstlerischen Wirken in ihren Bann zieht.
Schwarz ist die Qualität des schöpferischen Urgrunds: alle Farben, Klänge und Seinsmöglichkeiten in sich bergend.
Es ist die Tiefe der Schwärze, aus der heraus sich die Farbigkeit des Lichts entfaltet.
Dieser meiner Erfahrung und Einsicht entsprechend entstehen meine Gemälde aus der schwarz grundierten Leinwand heraus in der herausfordernden Farbigkeit der Grundfarben Rot, Gelb, Blau.

Die Neugier und der Mut, mich dieser Sichtweise im künstlerischen Ausdruck zu stellen, wurden geweckt und gestärkt in der Kindheit in einem von Farben und Philosophie bestimmten Künstlerhaushalt.
Das Studium der alten Meister unserer abendländischen Kunst und die mein Denken stark verwirbelnden und herausfordernden Erfahrungen im schwarzgrundig lebendigen, farbig klingenden Kosmos indigener Völker Südamerikas wandelten meinen Blick vom „Sehen“ zum „Wahrnehmen.“

Bewusste Wahrnehmung ist ein kreativer Prozess,
ein Zusammenspiel aus Empfindung, Gefühl, Reflexion und Interpretation.
Aus dieser Vielfalt entspringt die „Ein-Sicht“ in das Wesen dessen, was durch Form und Ausdruck erscheint – die In-Formation, den Geist.
Einsicht als ein Moment der Berührung, der Schwingung von „Geist“ zu „Geist“ öffnet für Erkenntnis von Seins-Zusammenhängen.
Ohne Urteil, ohne Zuordnung ein Bild wahrzunehmen, nicht „anzusehen“, verändert den Empfindungsblick. Geist kann nicht durch „sehen“ erkannt werden, nur durch Empfindung.
Geist ist Schwingung.
Schwingung ist Klang.
Klang ist Farbe.

Materie und Bewusstsein sehe ich als verwobene Einheit, als ein lebendiges Resonanzfeld aus dem heraus sich Lebens-Vielfalt immer wieder neu entfaltet.
Ohne Urteil, ohne Zuordnung ein Bild wahrzunehmen, nicht „anzusehen“, verändert den Empfindungsblick. Geist kann nicht durch „sehen“ erkannt werden, nur durch Empfindung.

In meinen Bildern spüre ich dieser wundersamen Intelligenz des Lebens nach,
suche dem Geist des Lebens einen Ausdruck zu geben, der dem Betrachter ein Berührungsfeld öffnet. Berührung mit sich selbst, dem inneren Cosmos.
Geduldige, allwissende Lehrmeisterin ist mir dabei die Natur in ihren sichtbaren und nichtsichtbaren Erscheinungen.
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